Was steckt eigentlich dahinter?
Die Frage müsste richtiger lauten „wer“ steckt dahinter. Ohne den Antrieb von außen gäbe es diese Geschichten nicht. Und das kam so: Es war in einer gewittrigen Sommernacht. Meine Frau fürchtet sich schon seit ihrer Kindheit vor Gewittern. Es schlug einmal ein Blitz in einen Baum neben ihrem Kinderzimmer ein und die dadurch freigesetzte Energie ließ ihr die Haare zu Berge stehen. Alles um sie herum knisterte und war elektrisch aufgeladen. Da hätte wohl jeder erstmal ein bisschen Angst. Jedenfalls – viele Jahre später – war meine Frau mit unserer Tochter schwanger, als es mal wieder kräftig gewitterte. Ich wollte nicht, dass sie sich fürchtet. Also erzählte ich ihr einfach eine spontan ausgedachte Geschichte, um sie von dem Gewitter abzulenken. Es war die Geschichte vom Gewittermännchen. Das Erzählen dieser Geschichte hatte sie so beruhigt, dass sie gar keine Angst mehr vor dem Gewitter hatte. Am nächsten Morgen sagte sie mir, ich solle die Geschichte aufschreiben - was mich erstaunte. Sie sagte es immer wieder und dann habe ich einfach mal versucht, die Geschichte aufzuschreiben. Leider hatte das aber nicht geklappt, es wollte mir einfach nicht gelingen.
Nach einigen Versuchen habe ich es dann aufgegeben und mich erst sehr viel später wieder an das Schreiben getraut. Nämlich als unsere Tochter schon lange geboren war. Immer wenn sie unruhig wurde, habe ich mir spontan eine Geschichte ausgedacht und sie ihr erzählt um sie zu beruhigen – fast wie damals bei meiner Frau. Ich wollte diese Geschichten gern für sie aufheben und setzte mich wieder ans Schreiben. Anfangs ging es dann wieder hoffnungslos daneben. Aber irgendwann bin ich auf die Geschichte vom Teddybären Pete gekommen und da hat das Schreiben das erste Mal richtig funktioniert.
Dann zwang mich eine schwere Krankheit zu einem langen Krankenhausaufenthalt. In dieser trüben Zeit waren es wieder meine Frau zusammen mit meinem Bruder und meiner Tante, die mich dazu brachten, weitere Geschichten zu schreiben. Im Krankenhaus sind die meisten meiner Geschichten entstanden. Es war mir eine willkommene Abwechslung zum grauen Krankenhausalltag. Die Welt der Geschichten ist einfach viel bunter und fröhlicher. Während dieser Zeit wurden die ersten Geschichten online veröffentlicht und die vielen positiven Meinungen, die ich daraufhin erhalten habe, waren einfach überwältigend. Jetzt schreibe ich die Geschichten nicht nur für meine Kinder, sondern für alle, die sie lesen und sich daran erfreuen wollen. Und ich hoffe, dass mir das auch weiterhin gelingt.
Viel Spaß beim Lesen! |